AWO-Schwaben-Präsidium kritisiert Caritas-Entscheidung, den Branchentarifvertrag abzulehnen.
Enttäuscht und verärgert zeigt sich die schwäbische Arbeiterwohlfahrt (AWO) über die Ablehnung des Antrags zur Rechtsverordnung für die Allgemeinverbindlichkeit des Tarifvertrags für die Altenpflege durch die Arbeitsrechtliche Kommission der Caritas.

Zwei Aspekte wurden in der medialen Öffentlichkeit besonders angesprochen: Die vorrangige Impfung von Verantwortlichen, die für die Gesamtheit unserer Heime tätig sind, und von Personen, die einigen Heimleitern nahestehen.

- Die Ausführungen können als persönliche Worte der Unterzeichnerin verwendet werden –

Die AWO Schwaben nimmt hierzu vorläufig wie folgt Stellung:

Es wird bedauert, dass in der Öffentlichkeit der Eindruck entstehen könnte, als würden die staatlich vorgegebenen Prioritäten bei der Impffolge bewusst nicht beachtet. Eine Missachtung dieser Vorschriften würde dem Vertrauen der Bevölkerung mit Blick auf die Maßnahmen der Pandemiebekämpfung schaden.

Kritisch wird in der Berichterstattung angesprochen, dass der Vorstandsvorsitzende, zwei ihm direkt unterstellte Pflegefachkräfte und drei weitere in keinem Arbeitsverhältnis zur AWO stehende Personen vorrangig geimpft worden seien.

  1. Die AWO Schwaben verurteilt jegliche Abweichung von der vom Bundesgesundheitsministerium in der Impfverordnung mit guten Gründen vorgesehener Prioritätensetzung bei den derzeit noch laufenden Impfungen in unseren Häusern. Es wird bedauert, dass es insoweit offensichtlich zu nicht hinnehmbaren Veränderungen der vorgegebenen Reihung gekommen ist.

Der Verwaltungsrat wird diese Vorgänge einer kritischen Überprüfung unterziehen und ggf. Konsequenzen herbeiführen.

Schwaben. Corona-bedingt durch Briefwahl wählten die Delegierten des Bezirksverbands Schwaben der Arbeiterwohlfahrt (AWO) eine neue Führungsspitze. Für den nach 35 Vorsitzjahren nicht mehr amtierenden Augsburger, Dr. Heinz Münzenrieder, wurde mit großer Mehrheit Brigitte Protschka aus Füssen zur Nachfolgerin gewählt. Mit ihr steht erstmals in der fast 100jährigen Vereinsgeschichte eine Frau an der Spitze der AWO Schwaben.

 

Die Bundesvereinigung der Arbeitgeber in der Pflegebranche (BVAP) und die Vereinte Dienstleistungsgesellschaft (ver.di) haben sich nach langen Verhandlungen nun auf einen Tarif geeinigt und somit einen wichtigen Schritt unternommen in Richtung eines für alle Arbeitgeber in der Pflege verbindlichen Tarifvertrags in Deutschland. Die Tarifeinigung begrüßt auch AWO-Schwaben-Vorstandsvorsitzender Dieter Egger, der sich als Vorstandsmitglied im Arbeitgeberverband AWO Deutschland e.V. für eine laufende Anpassung und Fortschreibung des Tarifwerks und der Vergütungen einsetzt. Egger: „Ohne die AWO hätte es diese Tarifeinigung nie gegeben. Die AWO und ihr Arbeitgeberverband nahmen die Verbesserung der Vergütung der Pflegenden in die Hand. Dies führte nun zum lange ersehnten positiven Ergebnis.“

Die Eckpunkte zum Tarifvertrag für die Altenpflege finden Sie hier: Download PDF.
Lesen Sie dazu auch die Pressemitteilung des Arbeitgeberverbands AWO Deutschland e.V. (Download PDF)
Eine weiterführende Erklärung der AWO Schwaben finden Sie hier: Download PDF.

Die AWO Schwaben sieht als eine ihrer Aufgaben an, Erinnerungsarbeit zu leisten. Zu den Vergessenen gehört Johann Most. Präsidiumsvorsitzender Dr. Heinz Münzenrieder hat seine außergewöhnliche Lebensgeschichte recherchiert und hochinteressante Details zu Tage gefördert. Lesen Sie hier: Download PDF

Zur Langen Nacht der Zweitzeug*innen lädt die AWO Bayern (Projekt „AWO l(i)ebt Demokratie“) zusammen mit dem Verein „Zweitzeugen“ ein. Dieser interviewt Zeitzeug*innen des Holocaust und erzählt dann ihre Geschichten als zweite Zeugen, Zweitzeug*innen, bundesweit weiter. Das Online-Seminar steht allen Interessierten kostenlos offen.
Näheres dazu hier: Download PDF

2020 war ein besonderes Jahr und eine weltweite Herausforderung. Die AWO in ganz Deutschland war für die Menschen da - auch und gerade in Zeiten der Krise. In einem Video hat der AWO-Bundesverband die Highlights zusammengefasst. Hier geht’s zum VIdeo

Bewerbung: Deutschlands beste Azubis mit Migrationshintergrund

Die AWO Schwaben begrüßt die Ausschreibung „Deutschlands beste Azubis mit Migrationshintergrund“ des BildungsWerks in Kreuzberg (BWK), der vom BMBF geförderten KAUSA-Servicestelle Berlin sowie des Verbands der Migrantenwirtschaft e.V. (VMW). „Nach wie vor haben es Menschen mit einem Migrationshintergrund schwerer auf dem Ausbildungsmarkt positiv wahrgenommen zu werden als andere Bewerber*innen.

Die AWO Schwaben, mit 24 Alten- und Pflegeheimen und hier fast 2.000 betreuten Pflegebedürftigen, einer der großen Träger Stationärer Altenhilfe in Schwaben, begrüßt in einer Pressemitteilung das zügige Vorankommen der Corona-Impfungen in ihren Einrichtungen und wendet sich an Mitarbeitende. Hier zur PM und zum Schreiben an die AWO-Mitarbeitenden.

Außerdem empfehlen wir zum Thema Impfung die Website der Bundesregierung: www.zusammengegencorona.de