„Nicht mehr auf die lange Bank schieben“

Es ist gut, dass Arbeitsminister Hubertus Heil nicht locker lässt mit der Verpflichtung für Arbeitgeber in der Pflege, Tariflöhne zu bezahlen. „Seit Jahren fordert dies auch die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Schwaben und hat sich deswegen für die Allgemeinverbindlichkeit von Tarifverträgen in der Pflege eingesetzt“, berichtet Dieter Egger, Vorstandsvorsitzender und verantwortlicher Vorstand für den Bereich der Altenpflege bei der AWO Schwaben.

Große Freude bei der schwäbischen Arbeiterwohlfahrt (AWO): Im Rahmen der digitalen Landeskonferenz der AWO Bayern am vergangenen Wochenende setzten sich fünf Vertreterinnen und Vertreter bei den Wahlen durch. AWO-Schwaben-Präsidiumsvorsitzende Brigitte Protschka (Kaufbeuren-Ostallgäu) erhielt als Landesvizin erneut das Vertrauen der Delegierten zugesprochen. Sie ist eine von drei Stellvertretern für die neu gewählte Landes-Doppelspitze Nicole Schley und Stefan Wolfshörndl.

Die AWO geht in einen eigenen Lockdown

Der schwäbische Wohlfahrtsverband und sein Gesamtbetriebsrat beschließen einen gesonderten freien Tag für die rund 3000 Beschäftigten. Die Geschäftsstelle in Stadtbergen wird geschlossen. Die Vorbereitungen laufen.
Das kleine Hinweisschild für die Eingangstüre hat Monika Geiger schon geschrieben. Und ihre Kollegin Rosa Schwengler hat derweil auch die Post informiert, damit sich kein Bote unnötig auf den Weg macht, beladen mit manchmal kistenweisen Briefen zum Ausliefern und Abholen.

Höchste Ehrung für Heinz Münzenrieder

Die höchste Auszeichnung der bayerischen Arbeiterwohlfahrt (AWO), die Hans-Weinberger-Urkunde, erhält Heinz Münzenrieder aus Augsburg als Anerkennung für sein langjähriges ehrenamtliches Engagement. Mehr als zehn Jahre prägte er den Verband als Landesvizevorsitzender. 35 Jahre lang stand er an der Spitze der AWO Schwaben, zunächst als Bezirksvorsitzender und nach Einführung des Präsidiumsmodells im Jahr 2007 als Vorsitzender des Präsidiums und Verwaltungsrats.

Statement des Ehrenvorsitzenden der AWO Schwaben,  Dr. Heinz Münzenrieder

Corona u. a.
Jedem Recht getan ist eine Kunst, die niemand kann. Oder: Mit Widersprüchen muss man leben.
Leicht ist es ja derzeit nicht. Völlig neue Begrifflichkeiten haben sich urplötzlich aufgetan. Wer hatte vor Corona etwa hiervon einen blassen Schimmer?
Plötzlich gibt es eine Pandemie, einen Inzidenzwert, von einer Reproduktionszahl oder einer Test-Positivrate ganz zu schweigen.

AWO Schwaben und Gesamtbetriebsrat beschließen einen gesonderten freien Tag für die rund 3000 Beschäftigten mit dem Ziel, einen Beitrag zur Pandemiebekämpfung zu leisten und sich bei den Mitarbeitenden für Geleistetes zu bedanken.

Für ziemliche Unruhe sorgte die von Bund und Ländern erst beschlossene, dann doch wieder aufgehobene „Osterruhe“. Was sich politisch nicht durchsetzen konnte, wird jetzt aber bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Schwaben realisiert: Am 30. April bekommen die rund 3000 Beschäftigten einen gesonderten freien Tag unter Fortzahlung der Vergütung.

Mit seiner neuen Website www.demokratie.awo.org macht der AWO-Bundesverband aufmerksam auf die Vielzahl der Bildungs- und Beratungsangebote zum Themenfeld Antidiskriminierung und Demokratiestärkung, über welche die AWO bereits verfügt und welche sie in Zukunft weiterentwickeln wird. Dazu gibt es auch ein 2-minütiges Erklärvideo mit dem Titel „Diskriminierung – Was hat das mit mir zu tun?“. Es vermittelt, warum die Auseinandersetzung mit Diskriminierung in der AWO wichtig ist und was das mit jeder*m Einzelnen zu tun hat. Homepage und Video werden gefördert durch das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat im Rahmen des Bundesprogramms „Zusammenhalt durch Teilhabe“. Hier geht’s zum Video: www.youtube.com

Rassismus: Verlernen erwünscht!

Bei rechtsextremen Gruppierungen gehört er zur Normalität, auch vor gutbürgerlichen Schichten macht er nicht Halt und selbst das britische Königshaus muss sich Vorwürfe gefallen lassen: Rassismus ist allgegenwärtig. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Schwaben fordert schon seit Jahren mehr Einsatz gegen die menschenfeindliche Denkweise und hat nun zusammen mit ihrem Bildungswerk– passgenau in den Internationalen Wochen gegen Rassismus - ein Online-Seminar an der Stadtbergener Geschäftsstelle für die Mitarbeitenden und örtlichen Ehrenamtlichen organisiert.

Wer dem massiven Personalmangel in der Pflege ernsthaft begegnen will, muss an der besseren Bezahlung arbeiten. Ganz klar. Ein erster Schritt: Die gleiche Bezahlung von Pflegekräften in der Kranken- und Altenpflege. Und: Ein für alle Arbeitgeber verbindlicher Tarifvertrag in der Altenpflege, der endlich für verbindliche Mindestlöhne sorgen würde. Hier könnte die Diakonie übrigens sofort selbst etwas tun, indem sie zustimmen würde. Bisher hat sie sich ja einfach gar nicht dazu geäußert. „Ihre dagegen unlängst geäußerte Forderung eines Steuerfreibetrages ist Augenwischerei und hilft eigentlich wieder nur den eh schon besser Verdienenden“, kritisiert Brigitte Protschka, Vorsitzende des Präsidiums der AWO Schwaben. Wer am unteren Ende der Gehaltsliste steht, habe wenig bis gar nichts davon.

Begrenzt ist das Leben, unendlich die Erinnerung

Der 11. März ist ein bedeutsames Datum für die AWO Schwaben: Es ist der amtlich bestätigte Todestag des Augsburger, Neu-Ulmer und schwäbischen AWO-Gründungsvorsitzenden Clemens Högg. Geprägt von Verfolgung, Erniedrigung und körperlichen Qualen verbrachte er fast die gesamte Zeit der NS-Herrschaft in Haft. Im Februar 1945 überstellte ihn die SS vom KZ Sachsenhausen nach Bergen-Belsen, wo er 1945 starb. Dort erinnert auf dem anonymen Gräberfeld ein Gedenkstein an die prägende Persönlichkeit der Sozialdemokratie. Clemens Högg stemmte sich zeit seines Lebens mit aller Kraft gegen die Vernichtung von Menschen, die nicht ins Weltbild der Nationalsozialisten passten. Sein beispielhaftes Engagement für Gleichheit und Solidarität bleibt unvergessen.

Ein dickes Dankeschön für so viel Hingabe

Der AWO-Kindergarten Deuringen verabschiedet sich von seiner langjährigen Leitung.
Mit dem Kindergarten der AWO Schwaben in Deuringen verbinden die Bewohner Stadtbergens eine besondere Persönlichkeit: Christiane Braunmiller. Sie leitet die Einrichtung seit 14 Jahren und ist seit 1992 bei der Arbeiterwohlfahrt (AWO) tätig.