Presse-Mitteilung | Stadtbergen 13. Mai 2026
Ukrainische Delegation besucht AWO Haus der Familie Stadtbergen. Gewinnbringender Austausch über Kinderbetreuung und pädagogische Arbeit mit Kindern.
Anfang Mai besuchte eine sechsköpfige Delegation aus der ukrainischen Stadt Lwiw (deutsch: Lemberg) das AWO Haus der Familie in Stadtbergen. Diese bestand aus Vertreterinnen der Wohltätigkeitsorganisation „Stiftung Walnusshaus“, die als Trainerinnen im Kita-
Projekt der Stiftung tätig sind, sowie der Leiterin des Lehrstuhls für Grund- und Vorschulpädagogik und der Leiterin des Lehrstuhls für Soziale Arbeit der Pädagogischen Fakultät der Universität Lwiw. Im Rahmen des Kita-Projekts erhielten diese eine mehrtägige Schulung an der Hans-Weinberger-Akademie in München. Während des Besuchs in Stadtbergen tauschten sich die Gäste mit den pädagogischen Fachkräften der AWO Schwaben intensiv über die Themen Kinderbetreuung, pädagogische Konzepte sowie frühkindliche Bildung aus. „Für uns war es selbstverständlich, Einblicke in unsere Arbeit zu geben. Ein solcher Austausch – auch über Landesgrenzen hinweg – ist sehr wichtig und bereichernd. Es ist spannend zu sehen, wie pädagogische Arbeit unter unterschiedlichen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gestaltet wird“, erklärt Silke Scherer, Vorständin im Bereich Kinder, Jugend und Familie der AWO Schwaben.
Pädagogische Arbeit in der Krippe im Fokus
Ein besonderer Schwerpunkt des Besuchs lag auf der Arbeit in der AWO Kinderkrippe Stadtbergen. Da in den Einrichtungen der ukrainischen Vertreterinnen derzeit Kinder erst ab zwei Jahren betreut werden, stieß vor allem die pädagogische Arbeit mit Kindern unter drei Jahren auf großes Interesse.
Die ukrainischen Gäste erhielten Einblicke in den Alltag der Krippenpädagogik, in Eingewöhnungskonzepte, die Zusammenarbeit mit Eltern sowie die Gestaltung frühkindlicher Bildungsprozesse. Dabei entwickelte sich ein lebendiger und offener Dialog zwischen den Fachkräften beider Länder. Für die Mitarbeitenden der AWO Schwaben war es spannend zu erfahren, wie Kinderbetreuung und Bildungsarbeit bei den ukrainischen Kolleginnen organisiert ist. „Ein solcher Austausch bietet immer neue Perspektiven und Ansatzpunkte für die eigene Arbeit und ist somit sehr gewinnbringend“, sagt Evelyn Jonschel, vom AWO Haus der Familie Stadtbergen.
Die Vertreterinnen aus der Ukraine zeigten sich beeindruckt von der praxisnahen Arbeit in den Einrichtungen der AWO Schwaben und der wertschätzenden Atmosphäre während des Besuchs. Der fachliche Austausch verdeutlichte einmal mehr die Bedeutung internationaler Kooperationen im Bildungs- und Sozialbereich.
AWO-Vorständin Silke Scherer (rechts) sowie die Mitarbeiterinnen vom AWO
Haus der Familie, Evelyn Jonschel (Zweite von rechts) und Anke Reiser (links),
freuten sich über den Besuch der ukrainischen Delegation.
Foto: AWO Schwaben / Dominik Schubert
Interessante Einblicke in die Arbeit vor Ort. Der ehemalige AWO-Landes-
geschäftsführer Wolfgang Schindele (Mitte), aktuell Vorsitzender des
Präsidiums der Hans-Weinberger-Akademie, kam für den Austausch
mit den ukrainischen Gästen nach Stadtbergen.
Foto: AWO Schwaben / Dominik Schubert
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