Presse-Mitteilung | Stadtbergen, 09. Januar 2026

Brigitte Protschka, Präsidentin der AWO Schwaben. Foto: AWO Schwaben / Tobias Steidle

Das Präsidium der AWO Schwaben beschreitet neue Wege. Durch die Ernennung von Beauftragten für verschiedene Schwerpunktthemen fokussiert der schwäbische Bezirksverband seine sozialpolitische Arbeit. Hochmotiviert und mit viel Engagement startet das Präsidium ins Jahr 2026. ­

 

Im April 2025 wurde auf der Bezirkskonferenz der AWO Schwaben in Kempten ein neues Präsidium mit zahlreichen neuen Mitgliedern gewählt. „Wir haben viele junge und motivierte Leute in unserem 
ehrenamtlichen Präsidium. Dies zeigt deutlich, dass wir bei der AWO Schwaben die Weichen in Richtung Zukunft gestellt haben. Modern, motiviert und engagiert – so möchten wir gemeinsam die nächsten Jahre gestalten“, erklärt Brigitte Protschka, Vorsitzende des Präsidiums. Ein starkes Zeichen für die zukunftsorientierte Neuausrichtung ist die Tatsache, dass das Präsidium Beauftragte für verschiedene Bereiche ernannt hat. Dadurch sollen die Themen noch intensiver bearbeitet sowie Projekte initiiert und vorangetrieben werden. „Wir möchten innovative Ideen entwickeln, die jüngere und ältere Menschen gleichermaßen ansprechen. Damit setzen wir wichtige Impulse für eine moderne Verbandsarbeit“, macht AWO-Präsidentin Brigitte Protschka deutlich

Einsatz für Demokratie und Bildung

Kristina Kolb-Djoka und Marcel Keller fungieren im Präsidium als Beauftragte für Bildung, Demokratie und Erinnerungsarbeit. In dieser Rolle planen sie unter anderem, Initiativen wie ein Forschungsprojekt zur Arbeitnehmer*innengeschichte zu unterstützen. Im Fokus der Arbeit steht aber vor allem die jüngere Generation. „Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, junge Menschen anzusprechen und für gesellschaftliches Engagement zu begeistern. Unser Ziel ist es, Formate zu schaffen, die politische Teilhabe greifbar und erlebbar machen“, erklärt Kristina Kolb-Djoka. Dabei möchten sie die bedeutende Erinnerungsarbeit der AWO fortführen und das Thema Demokratiebildung schon in jungen Jahren fördern - etwa mit der Durchführung von Filmmatinees. „In der heutigen Zeit nehmen wir leider vermehrt einen Rechtsruck in unserer Gesellschaft wahr. Wir dürfen es dabei nicht zulassen, dass Angst und Hetze das Miteinander und den Alltag bestimmen. Stattdessen müssen wir gemeinsam für eine offene, demokratische und vielfältige Gesellschaft eintreten, in welcher das Bewusstsein für demokratische Werte gestärkt wird. Als AWO Schwaben setzen wir uns deshalb für unsere AWO-Werte Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Solidarität und Toleranz ein. Die Erinnerungs- und Bildungsarbeit ist ein elementarer Eckpfeiler unserer Arbeit“, erklärt Marcel Keller.

Gleichstellung fördern, Frauen stärken

Auch das Thema Gleichstellung hat in der schwäbischen AWO einen hohen Stellenwert. So ist in der Satzung festgeschrieben, dass aus den Reihen des Präsidiums eine*r Gleichstellungsbeauftragte*r ernennt wird. Dies ist bereits seit 2021 MdL Dr. Simone Strohmayr: „Es ist wichtig, sich für Frauenthemen einzusetzen, denn die Stärkung der Sichtbarkeit von Frauen in der Gesellschaft ist unerlässlich. Durch verschiedene Aktionen, wie Ausstellungen oder Lesungen möchten wir Gleichstellung und Vielfalt in Verband und Unternehmen fördern.“ So beteiligt sich der schwäbische Bezirksverband auch an der überparteilichen Initiative „Bavaria ruft! - Mehr Frauen in die Räte“. Ziel ist es, mehr Frauen für ein kommunalpolitisches Amt zu begeistern – rechtzeitig vor den bayerischen Kommunalwahlen am 8. März 2026.

Mehr Sichtbarkeit und Bewusstsein für Nachhaltigkeit 

Die AWO als Gesamtverband hat es sich zum Ziel gesetzt, dass alle Einrichtungen und Dienste vor 2040 klimaneutral werden und hierfür einen umfassenden Ziel- und Maßnahmenplan auf den Weg gebracht. „Wir möchten das Bewusstsein für Nachhaltigkeit stärken. Deshalb setzen auch wir als AWO Schwaben für einen ökologischen Wandel der Gesellschaft ein, in dessen Rahmen Klima- und Nachhaltigkeitsziele erreicht werden“, erklärt Tobias Merz, Nachhaltigkeitsbeauftragter im Präsidium der AWO Schwaben. Neben der aktuell stattfindenden Erarbeitung eines Klimaschutzkonzepts durch das Hauptamt, sollen mittelfristig auch Veranstaltungsformate entwickelt werden, die das Thema Nachhaltigkeit fokussieren. „Die Einbindung und Partizipation durch die Ehrenamtlichen in den Ortsvereinen und Kreisverbänden sind enorm wichtig, um Sichtbarkeit und Aufmerksamkeit zu generieren und das Thema nachhaltig zu verankern“, macht Merz deutlich.

Zukunft gestalten – mehr Angebote für Kinder 

Seit jeher setzt sich die AWO Schwaben für Kinder ein. Tobias Steidle, Beauftragter für Kinder und Jugend im Präsidium der AWO Schwaben, sieht den Einsatz für Kinder als elementare Aufgabe für die Gesellschaft: „Kinder sind unsere Zukunft. Alle Kinder müssen sich als Teil einer Gemeinschaft verstehen, Zugang zu Bildung haben und Selbstwertgefühl entwickeln, nur so haben sie auch die Chance, ihre - und damit unser aller Zukunft - erfolgreich zu gestalten.“ Im Fokus steht seit der Bezirkskonferenz 2025 vor allem die langfristige Kampagne „Kinderarmut abschaffen!“. Mit dieser möchte die schwäbische AWO möchte armutsgefährdeten Kindern bessere soziale Teilhabe ermöglichen und herausfinden, welchen Beitrag ein Wohlfahrtsverband hierzu leisten kann. Darüber hinaus sollen weitere Projekte für Kinder und Jugendliche initiiert und umgesetzt werden. So ist im Juli 2026 ein großer „Kindertag der AWO Schwaben“ im Allgäu Skyline Park in Bad Wörishofen geplant.



Einsatz für Gleichstellung und Frauenrechte. MdL Dr. Simone Strohmayr, Vorsitzende des AWO Kreisverbands Augsburg-Land, fungiert seit 2021 als Beauftragte für Gleichstellung im Präsidium der AWO Schwaben. Foto: Maximilian König

Einsatz für Gleichstellung und Frauenrechte.
MdL Dr. Simone Strohmayr,
Vorsitzende des AWO Kreisverbands Augsburg-Land,
fungiert seit 2021 als Beauftragte für Gleichstellung
im Präsidium der AWO Schwaben.

Foto: Maximilian König

 

Einsatz für Kinder und Jugend. Tobias Steidle, Vorsitzender des AWO Ortsvereins Altenstadt und des AWO Kreisverbands Neu-Ulm, wurde zum Beauftragten für Kinder und Jugend im Präsidium der AWO Schwaben ernannt. Foto: AWO Schwaben / Stefan Trebing

Einsatz für Kinder und Jugend. Tobias Steidle,
Vorsitzender des AWO Ortsvereins Altenstadt
und des AWO Kreisverbands Neu-Ulm,
wurde zum Beauftragten für Kinder und Jugend
im Präsidium der AWO Schwaben ernannt.

Foto: AWO Schwaben / Stefan Trebing

Einsatz für eine nachhaltige Gesellschaft. Tobias Merz, Vorsitzender des AWO Ortsvereins Füssen-Schwangau, wurde zum Beauftragten für Nachhaltigkeit im Präsidium der AWO Schwaben ernannt. Foto: AWO Schwaben / Stefan Trebing

Einsatz für eine nachhaltige Gesellschaft. Tobias Merz,
Vorsitzender des AWO Ortsvereins Füssen-Schwangau,
wurde zum Beauftragten für Nachhaltigkeit
im Präsidium der AWO Schwaben ernannt.

Foto: AWO Schwaben / Stefan Trebing

 

Gemeinsamer Einsatz für Bildung, Demokratie und Erinnerungsarbeit. Kristina Kolb-Djoka (AWO Kreisverband Aichach-Friedberg) und Marcel Keller (AWO Kreisverband Memmingen-Unterallgäu) wurden zu Beauftragten für Bildung, Demokratie und Erinnerungsarbeit im Präsidium der AWO Schwaben ernannt. Foto: AWO Schwaben / Melissa Müller

Gemeinsamer Einsatz für Bildung, Demokratie
und Erinnerungsarbeit. Kristina Kolb-Djoka
(AWO Kreisverband Aichach-Friedberg)
und Marcel Keller (AWO Kreisverband
Memmingen-Unterallgäu) wurden zu Beauftragten
für Bildung, Demokratie und Erinnerungsarbeit im
Präsidium der AWO Schwaben ernannt.

Foto: AWO Schwaben / Melissa Müller